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Warum Margarinebecher nicht in die Mikrowelle gehören

Person stellt in der Küche einen verschließbaren Glasbehälter vor eine Mikrowelle auf die Arbeitsfläche.
In diesem Artikel
  1. Warum sollte ein Margarinebecher nicht in die Mikrowelle?
  2. Was geschieht mit Kunststoff beim Erhitzen?
  3. Wie erkennt man, ob ein Behälter in die Mikrowelle darf?
  4. Warum ist Glas zum Erwärmen von Speisen sicherer?
  5. Wofür können Margarinebecher weiterhin verwendet werden?

Margarine- und Frischkäsebecher werden in vielen Haushalten weiterverwendet, sollten jedoch nicht zum Erwärmen von Speisen in der Mikrowelle dienen. Sie sind für die gekühlte Aufbewahrung konzipiert, nicht für das direkte Erhitzen von Lebensmitteln.

Warum sollte ein Margarinebecher nicht in die Mikrowelle?

Ein Margarinebecher wird üblicherweise dafür hergestellt, das Produkt kalt oder gekühlt innerhalb eines begrenzten Temperaturbereichs aufzubewahren. In der Mikrowelle kann er sich verformen, weich werden und an Stabilität verlieren. Dadurch steigt das Risiko einer Verunreinigung der Speisen.

Polypropylen ist ein Kunststoffpolymer, das in zahlreichen Verpackungen und Gebrauchsgegenständen verwendet wird. Dennoch ist nicht jeder Kunststoffbehälter zum Erwärmen geeignet. Ob er sicher ist, hängt von der Zusammensetzung, Materialstärke, vorgesehenen Verwendung und der Kennzeichnung des Herstellers ab.

Achten Sie vor dem Erwärmen von Speisen auf folgende Punkte:

  • Margarine: Der Becher ist als Verpackung gedacht, nicht zum Kochen.
  • Hitze: Ungeeigneter Kunststoff kann sich verziehen und Rückstände abgeben.
  • Symbol: Verwenden Sie ausschliesslich Behälter mit Mikrowellenkennzeichnung.
  • Glas: Hitzebeständige Glasformen sind zum Erwärmen von Mahlzeiten sicherer.
  • Behälterboden: Prüfen Sie vor jedem Erhitzen die vorhandenen Markierungen.

Was geschieht mit Kunststoff beim Erhitzen?

In der Mikrowelle wird zunächst das Essen warm und gibt diese Wärme an den Behälter weiter. Ist der Kunststoff nicht für diese Temperaturen ausgelegt, kann er sich verziehen, weich werden, Risse bekommen oder Stoffe aus dem Material an die Speise abgeben. Das gilt besonders für Gerichte mit Fett und Sauce.

Bei wiederverwendeten Bechern ist das noch bedenklicher, da sie bereits gewaschen wurden, Reibung, Schnitten, fest aufgedrückten Deckeln und Fettkontakt ausgesetzt waren. Kratzer, Verfärbungen und Verformungen machen den Behälter noch ungeeigneter, um Mittagessenboxen oder Reste darin zu erhitzen.

Wie erkennt man, ob ein Behälter in die Mikrowelle darf?

Drehen Sie den Behälter zuerst um und suchen Sie am Boden nach einer Kennzeichnung für die Mikrowelle. Häufig ist sie durch kleine Wellen, ein Mikrowellensymbol oder den Hinweis „mikrowellengeeignet“ dargestellt. Fehlt diese Angabe, sollten darin keine Lebensmittel erwärmt werden.

Ohne Symbol nicht erhitzen

Die Kunststoffnummer allein reicht nicht aus

Auch wenn der Becher ein Recyclingsymbol trägt, muss er zusätzlich ausdrücklich für die Mikrowellennutzung gekennzeichnet sein.

Bei Unsicherheit geben Sie die Speise in einen geeigneten Glas- oder Keramikbehälter.

Die Zahl im Recyclingdreieck zeigt zwar die Kunststoffart an, garantiert jedoch nicht, dass das Material zum Erhitzen sicher ist. Ein Behälter mit der Zahl 5 kann beispielsweise aus Polypropylen bestehen, braucht aber trotzdem eine eindeutige Angabe, dass er für die Mikrowelle im Haushalt geeignet ist.

Prüfen Sie vor der Verwendung:

  • Mikrowellensymbol auf dem Boden oder auf der Verpackung.
  • Angabe zur maximal zulässigen Temperatur.
  • Keine Risse, Verfärbungen, Schnitte oder Verformungen.
  • Einen mikrowellengeeigneten Deckel, falls dieser verwendet wird.
  • Herstellerhinweise dazu, ob mit oder ohne Deckel erhitzt werden soll.

Warum ist Glas zum Erwärmen von Speisen sicherer?

Für den Küchengebrauch geeignetes Glas gibt keine Kunststoffverbindungen an die Lebensmittel ab und hält dem Erwärmen von Mahlzeiten besser stand. Mikrowellengeeignete Auflaufformen, Dosen und hitzebeständige Glasbehälter sind sicherere Optionen für Reis, Bohnen, Fleisch, Gemüse und fertige Mittagessenboxen.

Auch Glas muss allerdings richtig verwendet werden. Vermeiden Sie Temperaturschocks, stellen Sie keinen kalten Behälter unmittelbar in starke Hitze und kontrollieren Sie, ob das Stück als mikrowellengeeignet ausgewiesen ist. Kunststoffdeckel sollten abgenommen oder nur verwendet werden, wenn sie mit Hitze kompatibel sind.

So erwärmen Sie Speisen sicherer:

  • Füllen Sie das Essen in einen geeigneten Behälter aus Glas, Keramik oder Geschirr um.
  • Erwärmen Sie nichts in Margarine-, Frischkäse- oder Eisbechern.
  • Verwenden Sie keine zerkratzten, verfärbten oder verformten Kunststoffe.
  • Lassen Sie bei einem passenden Deckel eine Öffnung, damit Dampf entweichen kann.
  • Rühren Sie das Essen während des Erwärmens um, damit sich die Wärme besser verteilt.

Wofür können Margarinebecher weiterhin verwendet werden?

Wie auch bei der Frage Glasbehälter oder Kunststoff für eine sichere Ernährung liegt das Problem nicht in der Wiederverwendung selbst, sondern darin, jedes Material für den richtigen Zweck einzusetzen. Margarinebecher können für die kalte Aufbewahrung dienen, jedoch nicht zum Erwärmen von Mahlzeiten.

Verwenden Sie diese Behälter, um kleine trockene Gegenstände aufzubewahren, kalte Lebensmittel kurzzeitig getrennt zu lagern, Laden zu organisieren oder Portionen einzufrieren – allerdings nur, wenn der Hersteller dies erlaubt. Beim Erwärmen von Speisen gilt die sicherste Regel: Nehmen Sie das Essen aus dem wiederverwendeten Becher und erhitzen Sie es in Glas, Keramik oder mikrowellengeeignetem Geschirr.

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Magdalena Huber

Magdalena Huber ist Kaffeeexpertin und Food-Autorin aus Wien mit besonderem Fokus auf österreichische Kaffeehauskultur, nachhaltigen Genuss und kreative Mehlspeisen. Für cafekonfetti schreibt sie über Spezialitätenkaffee, gemütliche Café-Momente und inspirierende Ideen rund um Kaffee, Kuchen und feine Alltagsfreuden.

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